
„Eine Gesellschaft offenbart sich nirgendwo deutlicher als in der Art und Weise, wie sie mit ihren Kindern umgeht. Unser Erfolg muss am Glück und Wohlergehen unserer Kinder gemessen werden, die in einer jeden Gesellschaft zugleich die verwundbarsten Bürger und deren größter Reichtum sind.“
[Nelson Mandela]
flyer waldorfkindergarten /
waldkindergarten und kinderstube
_projekt
Vier wundervolle Vormittage verbrachte ich in drei verschiedenen Waldorf-Einrichtungen in Saarbrücken: dem Waldorf-Kindergarten in Saarbrücken-Altenkessel, dem Waldorf-Waldkindergarten im Wald hinter dem Messegelände sowie bei den ganz Kleinen in der Waldorf-Krippe auf dem Rastpfuhl. Vielen Dank an die tollen Kinder, die ich kennenlernen durfte und für die Gastfreundschaft der Erzieherinnen und Erzieher.
Entstanden sind wunderschöne Photos, Plakate und Handzettel sowie dieser Flyer, im Lang DIN Format, der natürlich auf Papier aus nachhaltiger Baumwirtschaft gedruckt wurde und ein bißchen über die drei Orte sowie die Waldorfpädagogik im Vorschulbereich berichtet.





„Jede Erziehung ist Selbsterziehung, und wir sind eigentlich als Lehrer und Erzieher nur die Umgebung des sich selbst erziehenden Kindes. Wir müssen die günstigste Umgebung abgeben, damit an uns das Kind sich so erzieht, wie es sich durch sein inneres Schicksal erziehen muss“ und „Das Kind in Ehrfurcht aufnehmen, in Liebe erziehen und in Freiheit entlassen“. (Rudolf Steiner über die Waldorfpädagogik)


Wer gerne mehr über die Waldorfeinrichtungen in Saarbrücken erfahren möchte, kann dies telefonisch im Schulbüro der Freien Waldorfschule Saarbrücken unter 0681 8520201 oder unter www.waldorfschule-saarbruecken.de tun. Die Webseite wird 2011 aktualisiert!

rudolf steiner in der architektur:
das goetheanum im schweizerischen dornach
_fotografie
Es war Zufall, dass ich im gleichen Entstehungszeitraum bei Vitra in Weil am Rhein sowie in Basel unterwegs war. Bei Vitra stieß ich auf das Buch „Die Alchemie des Alltags“, ein Katalog zu der von Vitra initiierten Rudolf-Steiner-Wanderaustellung im kommenden Jahr (s.u.). Ich stellte fest, dass das Goetheanum in Dornach nur 10 Minuten entfernt war und entschied mich spontan zu einem Besuch.










wander-ausstellung des vitra design museums:
„rudolf steiner – die alchemie des alltags“
vom 15. Mai 2010 bis März 2012
Rudolf Steiner gilt als einer der einflussreichsten und zugleich umstrittensten Reformer des 20. Jahrhunderts. Er gründete die Waldorf-Schulen und trat für ein ganzheitliches Menschenbild ein, das heute in vielen Formen unseren Alltag prägt. Steiner inspirierte Künstler wie Piet Mondrian, Wassily Kandinsky oder Joseph Beuys, gilt als ein Begründer der „organischen Architektur“ und entwickelte selbst im Möbeldesign eine einzigartige Formensprache. Mit der Ausstellung „Rudolf Steiner – Die Alchemie des Alltags“ hat das Vitra Design Museum die erste große Retrospektive über diesen universellen Denker und Künstler realisiert.
Steiners architektonisches Hauptwerk ist das Goetheanum im schweizerischen Dornach (1924 – 1928). Allein dieser Bau gilt als architekturgeschichtlicher Meilenstein, da niemals zuvor das Material Beton in einem solchen Maßstab skulptural eingesetzt wurde. Von Dornach aus verbreitete sich Steiners so genannte Anthroposophie, die Mensch, Natur und Kosmos in einen engen Zusammenhang stellt und dabei wie selbstverständlich von der Existenz einer geistigen Welt ausgeht. Seine Gedanken vermittelte Steiner in zahlreichen Vorträgen und Büchern, die heute in einer mehr als 300 Bände umfassenden Gesamtausgabe vorliegen. Waldorfschulen weltweit, anthroposophische Kliniken, therapeutische Einrichtungen und die biologisch-dynamisch arbeitenden Landwirtschaftsbetriebe zeugen davon, wie nachhaltig sich Steiners Gedanken bis heute ausgebreitet haben.
In der Ausstellung wird deutlich, dass Steiners künstlerisches Werk vom Jugendstil ebenso geprägt ist wie vom Kubismus und Expressionismus, und dass viele seiner Gedanken auch von anderen Vertretern der Lebensreform-Bewegung um 1900 propagiert wurden. In einem zweiten Bereich wird gezeigt, wie Steiner aus diesem Umfeld eine völlig neue Alltagsästhetik destillierte. So entwickelte er aus seiner langjährigen Tätigkeit als Goetheforscher das Prinzip der Metamorphosenlehre in Architektur und Design, übernahm weitere Anregungen von Goethe für seine Farbenlehre und entwickelte mit der Eurythmie eine neue Bewegungskunst. Schließlich zeigt die Ausstellung in einem dritten Teil, wie Steiner aus seinen Reformgedanken konkrete Veränderungen des Alltags ableitete und dabei eine Verbindung von Kunst und Leben anstrebte, die Joseph Beuys später als „soziale Plastik“ bezeichnete.
Bei ihrem Blick auf Werk und Wirkung Steiners berücksichtigt die Ausstellung auch die Kritik, die an Steiner vorgebracht wurde – ob sie sich nun auf das Erziehungsmodell der Waldorfschulen oder auf den Glauben an eine „geistige Welt“ bezieht. Vor allem aber lässt die Ausstellung Steiners eigene Werke für sich sprechen und soll es dem Besucher ermöglichen, sich mit Hilfe der nötigen Hintergrundinformationen selbst eine Meinung zu bilden. Dazu hat das Vitra Design Museum eine bislang einzigartige Fülle an Exponaten zusammengetragen. Unter ihnen Möbel, Modelle, Skulpturen, Originalzeichnungen und –pläne, aber auch Dokumente von Plakaten bis hin zu Briefen an Steiner von Franz Kafka, Piet Mondrian, Richard Neutra oder Else Lasker-Schüler.
Die Wechselwirkungen zwischen Steiners Werk und seiner Zeit veranschaulichen weitere seltene Dokumente, darunter frühe expressionistische Filme, Wochenschau-Auszüge sowie Werke von Wassily Kandinsky, Lyonel Feininger, Antoni Gaudí, Erich Mendelsohn oder Frank Lloyd Wright. Unter den Höhepunkten der Ausstellung sind ein monumentales Modell des Goetheanums sowie zwei polygonale Farbkammern, die 1913 von Steiner entworfen und für die Ausstellung eigens als begehbare Räume nachgebildet wurden.
In ihrer Gesamtheit zeichnen alle Exponate das Bild einer Person, deren Weltanschauung und Ästhetik zu polarisieren mag, deren kulturhistorische Bedeutung jedoch unbestritten ist. Selbst manche Tendenzen in Design und Architektur der Gegenwart scheint Steiner vorweggenommen zu haben – etwa die Inspirationen an Wachstumsprozessen und organischen Formen, die heute eine Renaissance erleben. Und gerade in Zeiten lebhafter Diskussionen über ökologische Verantwortung, religiöse Sinnsuche oder ein aus den Fugen geratenes Wirtschaftssystem erfährt ein ganzheitliches Weltbild, wie das Steiners, wieder stärkere Beachtung. [Quelle: Vitra Design Museum]
„Rudolf Steiner – Die Alchemie des Alltags“, eine Ausstellung des Vitra Designs Museums in Kooperation mit dem Kunstmuseum Wolfsburg und Kunstmuseum Stuttgart
Ausstellungstournee
13. Mai bis 21. November 2010 im Kunstmuseum Wolfsburg
05. Februar 2011 – 22. Mai 2011 Kunstmuseum Stuttgart
September 2011 – März 2012 Vitra Design Museum, Weil am Rhein
Weitere Stationen sind in Vorbereitung. Parallel zur Retrospektive wird im Kunstmuseum Wolfsburg und im Kunstmuseum Stuttgart „Rudolf Steiner und die Kunst der Gegenwart” gezeigt.

_freie arbeit
serie, malerei, papier + holz
Teile einer sechsteiligen Serie, ~ 21 x 16 x 2 cm





Wer gerne mehr über die Waldorfeinrichtungen in Saarbrücken erfahren möchte, kann dies telefonisch im Schulbüro der Freien Waldorfschule Saarbrücken unter 0681 8520201 oder unter www.waldorfschule-saarbruecken.de tun. Die Webseite wird 2011 aktualisiert!
rudolf steiner in der architektur:
das goetheanum im schweizerischen dornach
_fotografie
Es war Zufall, dass ich im gleichen Entstehungszeitraum bei Vitra in Weil am Rhein sowie in Basel unterwegs war. Bei Vitra stieß ich auf das Buch „Die Alchemie des Alltags“, ein Katalog zu der von Vitra initiierten Rudolf-Steiner-Wanderaustellung im kommenden Jahr (s.u.). Ich stellte fest, dass das Goetheanum in Dornach nur 10 Minuten entfernt war und entschied mich spontan zu einem Besuch.









Das zweite Goetheanum ist Steiners architektonisches Hauptwerk in Dornach (1924 – 1928). Dieser Bau gilt als architekturgeschichtlicher Meilenstein, da niemals zuvor das Material Beton in einem solchen Maßstab skulptural eingesetzt wurde.
Das erste Goetheanum (1913 – 1920) wurde durch einen Brand an Silvester 1922/23 zerstört. Es war ein Holzbau mit zwei Kuppeln, im Innern geschnitzt und bemalt. Mit diesem, ersten Bau entwickelte Rudolf Steiner den organischen Baustil, d.h. einen Stil, in dem – ähnlich wie bei einer Pflanze – jeder Teil, jede Form, jede Farbe in innerem Zusammenhang mit dem Ganzen stehen und das Ganze sich durch Metamorphosen ins Einzelne gliedert. Im März 1924 schuf Rudolf Steiner dann das Modell des zweiten Goetheanum aus Beton.
wander-ausstellung des vitra design museums:
„rudolf steiner – die alchemie des alltags“
vom 15. Mai 2010 bis März 2012
Rudolf Steiner gilt als einer der einflussreichsten und zugleich umstrittensten Reformer des 20. Jahrhunderts. Er gründete die Waldorf-Schulen und trat für ein ganzheitliches Menschenbild ein, das heute in vielen Formen unseren Alltag prägt. Steiner inspirierte Künstler wie Piet Mondrian, Wassily Kandinsky oder Joseph Beuys, gilt als ein Begründer der „organischen Architektur“ und entwickelte selbst im Möbeldesign eine einzigartige Formensprache. Mit der Ausstellung „Rudolf Steiner – Die Alchemie des Alltags“ hat das Vitra Design Museum die erste große Retrospektive über diesen universellen Denker und Künstler realisiert.
Steiners architektonisches Hauptwerk ist das Goetheanum im schweizerischen Dornach (1924 – 1928). Allein dieser Bau gilt als architekturgeschichtlicher Meilenstein, da niemals zuvor das Material Beton in einem solchen Maßstab skulptural eingesetzt wurde. Von Dornach aus verbreitete sich Steiners so genannte Anthroposophie, die Mensch, Natur und Kosmos in einen engen Zusammenhang stellt und dabei wie selbstverständlich von der Existenz einer geistigen Welt ausgeht. Seine Gedanken vermittelte Steiner in zahlreichen Vorträgen und Büchern, die heute in einer mehr als 300 Bände umfassenden Gesamtausgabe vorliegen. Waldorfschulen weltweit, anthroposophische Kliniken, therapeutische Einrichtungen und die biologisch-dynamisch arbeitenden Landwirtschaftsbetriebe zeugen davon, wie nachhaltig sich Steiners Gedanken bis heute ausgebreitet haben.
In der Ausstellung wird deutlich, dass Steiners künstlerisches Werk vom Jugendstil ebenso geprägt ist wie vom Kubismus und Expressionismus, und dass viele seiner Gedanken auch von anderen Vertretern der Lebensreform-Bewegung um 1900 propagiert wurden. In einem zweiten Bereich wird gezeigt, wie Steiner aus diesem Umfeld eine völlig neue Alltagsästhetik destillierte. So entwickelte er aus seiner langjährigen Tätigkeit als Goetheforscher das Prinzip der Metamorphosenlehre in Architektur und Design, übernahm weitere Anregungen von Goethe für seine Farbenlehre und entwickelte mit der Eurythmie eine neue Bewegungskunst. Schließlich zeigt die Ausstellung in einem dritten Teil, wie Steiner aus seinen Reformgedanken konkrete Veränderungen des Alltags ableitete und dabei eine Verbindung von Kunst und Leben anstrebte, die Joseph Beuys später als „soziale Plastik“ bezeichnete.
Bei ihrem Blick auf Werk und Wirkung Steiners berücksichtigt die Ausstellung auch die Kritik, die an Steiner vorgebracht wurde – ob sie sich nun auf das Erziehungsmodell der Waldorfschulen oder auf den Glauben an eine „geistige Welt“ bezieht. Vor allem aber lässt die Ausstellung Steiners eigene Werke für sich sprechen und soll es dem Besucher ermöglichen, sich mit Hilfe der nötigen Hintergrundinformationen selbst eine Meinung zu bilden. Dazu hat das Vitra Design Museum eine bislang einzigartige Fülle an Exponaten zusammengetragen. Unter ihnen Möbel, Modelle, Skulpturen, Originalzeichnungen und –pläne, aber auch Dokumente von Plakaten bis hin zu Briefen an Steiner von Franz Kafka, Piet Mondrian, Richard Neutra oder Else Lasker-Schüler.
Die Wechselwirkungen zwischen Steiners Werk und seiner Zeit veranschaulichen weitere seltene Dokumente, darunter frühe expressionistische Filme, Wochenschau-Auszüge sowie Werke von Wassily Kandinsky, Lyonel Feininger, Antoni Gaudí, Erich Mendelsohn oder Frank Lloyd Wright. Unter den Höhepunkten der Ausstellung sind ein monumentales Modell des Goetheanums sowie zwei polygonale Farbkammern, die 1913 von Steiner entworfen und für die Ausstellung eigens als begehbare Räume nachgebildet wurden.
In ihrer Gesamtheit zeichnen alle Exponate das Bild einer Person, deren Weltanschauung und Ästhetik zu polarisieren mag, deren kulturhistorische Bedeutung jedoch unbestritten ist. Selbst manche Tendenzen in Design und Architektur der Gegenwart scheint Steiner vorweggenommen zu haben – etwa die Inspirationen an Wachstumsprozessen und organischen Formen, die heute eine Renaissance erleben. Und gerade in Zeiten lebhafter Diskussionen über ökologische Verantwortung, religiöse Sinnsuche oder ein aus den Fugen geratenes Wirtschaftssystem erfährt ein ganzheitliches Weltbild, wie das Steiners, wieder stärkere Beachtung. [Quelle: Vitra Design Museum]
„Rudolf Steiner – Die Alchemie des Alltags“, eine Ausstellung des Vitra Designs Museums in Kooperation mit dem Kunstmuseum Wolfsburg und Kunstmuseum Stuttgart
Ausstellungstournee
13. Mai bis 21. November 2010 im Kunstmuseum Wolfsburg
05. Februar 2011 – 22. Mai 2011 Kunstmuseum Stuttgart
September 2011 – März 2012 Vitra Design Museum, Weil am Rhein
Weitere Stationen sind in Vorbereitung. Parallel zur Retrospektive wird im Kunstmuseum Wolfsburg und im Kunstmuseum Stuttgart „Rudolf Steiner und die Kunst der Gegenwart” gezeigt.
_freie arbeit
serie, malerei, papier + holz
Teile einer sechsteiligen Serie, ~ 21 x 16 x 2 cm






Hängung der Serie auf der Ausstellung „Leerstand“ im Juli 10.